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Themenwelten Forellenfischen

Angeln auf Forelle

Die Forelle ist eine der weit verbreitetsten Fischarten weltweit. Heutzutage ist die Forelle, die 2013 zum Fisch des Jahres in Deutschland ernannt wurde, überall in Europa anzufinden. Die Menschen züchten die lachsartigen Fische darüber hinaus auch in Amerika, Afrika, Südostasien oder Australien. Zuvor beheimatete die Forelle vorzugsweise freie Gewässer der europäischen Gebiete im Atlantik, Skandinavien, Island oder in Teilen Russlands. Forellen können sowohl anadrom wandern als auch stationär an einer bestimmten Gewässerstelle bleiben. Erstaunlicherweise gibt es hier sogar innerhalb der gleichen Forellenart unterschiedliche Lebensweisen. Durch das hohe Vorkommen entwickelte sich das Forellenfischen zu einer beliebten Angelmethode. Vor allem für Neueinsteiger ist Forellenangeln oft die erste Angelmethode, die ausprobiert wird. Aber auch Profis kommen beim Forellenangeln auf ihre Kosten – denn oft sind die Tiere schwer zu überlisten. Unsere Themenwelt zum Forellenfischen klärt über die Gewässer, Forellenarten und das optimale Equipment auf.

Fangzeiten für Forellen

Der Monat Mai gilt unter Experten als der beste Monat fürs Forellenfischen, wenn auch die Tiere prinzipiell ganzjährig gefangen werden können. Allerdings gelten für viele Forellenarten von Oktober bis Februar (teilweise sogar bis April) Schonzeiten und unterschiedliche Mindestfanggrößen. Gerade junge Forellen lassen sich oft nicht eindeutig einer Art zuordnen, da ihre Färbung stark variieren kann.

Forellenfischen am Bach

Christian von Big Fish Media zog es zum Forellenfischen an einen Bach. Im Video erklärt er euch, mit welchen Kniffen ihr den größten Erfolg beim Forellenangeln erzielen könnt. Christian testet verschiedene Methoden mit unterschiedlichen Köderarten und zeigt euch nicht nur wichtige Tipps zur optimalen Bewegung, sondern auch die Vorteile des Einsatzes einer geflochtenen Schnur. Darüber hinaus erfahrt ihr einige Einblicke in das Naturell und die Verhaltensweisen der Forellen.

Forellenangeln in verschiedenen Gewässern

Größtenteils bevorzugen Forellen kältere Gewässerströme, Bäche und Seen. Je sauberer und klarer das Wasser, umso wohler fühlen sich die Fische, da kühle und klare Gewässer zumeist einen höheren Sauerstoffgehalt aufweisen.

Stehende Gewässer:

Forellenseen und Forellenteiche eignen sich hervorragend, um sich langsam an das Forellenfischen heranzutasten. Auch wenn viele Fische im Forellensee sind, muss man sie dennoch lokalisieren und mit dem richtigen Forellenköder überlisten. Im Sommer findet man die Fische meist weiter oben und an schattigen Stellen (es empfehlen sich insbesondere die kühleren Morgenstunden), im Winter ziehen sie sich in tiefere Gewässerschichten zurück und das Grundangeln wird zur verlässlichsten Methode. Ein besonderer Tipp für den Forellensee: Forellen sammeln sich oft an Stellen, an denen sich ein Wassereinlauf befindet, denn hier ist das Wasser besonders sauerstoffreich. Außerdem solltest du als Angler bezüglich Forellenköder und Technik angeht flexibel sein. Die Tiere verhalten sich oft von Tag zu Tag unterschiedlich und beißen bei unterschiedlichen Köderarten. Nachdem die Forellen einmal lokalisiert sind, eignen sich stehende Gewässer eher für Ansitzangler.

Fließende Gewässer:

Anders ist das an fließenden Gewässern. Hier müssen die Fische ständig aktiv gesucht werden. Die Fische halten sich hier gerne an Stellen auf, die ihnen Schutz und Nahrung bieten und an denen sie ohne großen Kraftaufwand gegen den Strom stehen können. Oft verstecken sich die Fische an Einmündungen, steinigen Stellen oder unter Bäumen. Wie bereits erwähnt schätzen die Fische sauerstoffreiches, klares Wasser, weshalb sie meist in der oberen Region des Flussverlaufes zu finden sind, die sogar nach ihnen benannt ist. Oft sieht oder hört man bei ruhigem Wasser sogar, wo die Bachforelle steht: Ein verräterisches Plätschern oder Wellenbewegungen helfen beim Aufspüren. Dann heißt es: so leise wie möglich heranpirschen und den Köder ein Stück weiter Flussaufwärts auswergen und in Fließrichtung einholen. Hat man nach einiger Zeit keinen Erfolg, sollte man die Stelle aufgeben und weiter wandern. Der Geheimtipp am Forellenfluss lautet nämlich: Strecke machen!

Forellenfischen Ausrüstung

Wie für viele Fischarten gibt es auch für Forellen spezielle Forellenruten und Best Practices, die dem Lebensraum und der Lebensweise der Forellen Rechnung tragen. In der Regel sind die Ruten zumeist länger. Die Größenordnung bewegt sich hier zwischen 2,80m bis zu 4,20m. Der Unterschied liegt in der Handhabung und den persönlichen Präferenzen des jeweiligen Anglers. Als Angelrolle eignet sich üblicherweise eine leichtläufige Stationärrolle. Für das Grundangeln empfehlen wir für Forellen allerdings eine kleine Freilaufrolle. Als Schnur sollte dann eine stärkere Variante benutzt werden. Prinzipiell bieten viele Hersteller spezielle Forellenschnüre an, oft tut es aber auch eine normale monofile Schnur. Je nach angepeilter Fischgröße reicht ein Durchmesser von 0,14 – 0,22 mm für die Hauptschnur aus. Versierte Angler schwören jedoch beim Forellenfischen aus größerer Distanz auf geflochtene Angelschnüre, da diese mehr Tragkraft aufweisen und so auch größere Fische kein Problem darstellen. Damit ihr gut vorbereitet ins Forellenfischen gehen könnt, bietet Gerlinger ebenfalls Forellen-Sets an, welche den Anforderungen des Forellenangelns optimal nachkommen.

Forellenfischen Technik

Als erfolgsversprechende Forellenfischen Methode hat sich das Angeln mit einer Tremarella Rute etabliert. Der Begriff Tremarella stammt aus dem Italienischen und bedeutet soviel wie Vibrieren bzw. Zittern. Wie diese besondere Form des Spinnfischens funktioniert, erklären wir euch hier.

Tremarella Technik:

Der Trick dieser Fangmethode besteht darin, während des Einholens der Forellenpose mit schnellen Auf- und Abbewegungen die Rute in Schwingung zu versetzen. Diese Schwingung überträgt sich auf die Schnur und verleiht dem Köder eine starke Anziehungskraft auf beißwillige Forellen aber auch schüchterne und zurückhaltende Artgenossen. Die Rute wird dabei etwa 1m über der Wasseroberfläche ausgerichtet und kann bis zu 1m nach oben bzw. unten ausschwingen. Idealerweise kommt die Bewegung aus dem Handgelenk allein. Achte dabei darauf, dass die Rute möglichst nicht direkt am Unterarm anliegt. Bei richtiger Ausführung verbraucht das Zittern kaum Kraft und kann über einen längeren Zeitraum ohne Probleme angewandt werden. Voraussetzung für das Gelingen ist eine gut gefederte Tremarella Rute, da herkömmliche Ruten oftmals zu steif für die korrekte Ausführung sind.

Die passende Posenmontage:

Die optimale Tremarella Pose ist eher kleiner und bauchiger mit einem kürzeren Kiel. Idealerweise wird darunter ein Glas angebracht, was den Vorteil hat, dass der Köder durch das zusätzliche Gewicht wesentlich weiter geworfen werden kann. Gleichzeitig sinkt Glas langsamer als Bleie und ernöglicht so in flacheren Forellenseen eine angemessen lebensechte Sinkzeit des Köders. Abgerundet wird die Montage durch einen dreifachen Wirbel sowie ein Vorfach mit etwa 60 cm Länge und dem bevorzugten Angelhaken.

Forellenarten beim Forellenfischen

Zu den bekanntesten Arten des Fischs gehören die Bachforelle, Seeforelle, Meeresforelle und Lachsforelle (auch Regenbogenforelle genannt). Je nach Vorkommen und Gewässer unterscheiden sich Forellenarten optisch. Die vier oben genannten Arten bzw. Populationen lassen sich jedoch zumindest ab einem bestimmten Alter recht eindeutig unterscheiden.

Forellenfischen auf Meeresforelle

Diese Forellenart gilt als Stammform der Art Forelle. Auch als Ostseelachs, Strandlachs oder Weißforelle bezeichnet fällt sie vor allem durch ihren silbernen, langgestreckten Körper auf. Hier in Deutschland kommt sie vor allem in der Ostsee vor, ihre Eier legt sie allerdingt – wie andere Lachsfische auch – in Flussbetten ab. Erst nach 2-4 Jahren schwimmen die jungen Meeresforellen dann ins Meer, weshalb sie auch in Flüssen geangelt werden können. Die Meeresforelle ist für Angler besonders deshalb interessant, weil sie relativ schwierig zu fangen ist. Die Meeresforelle verhält sich je nach Abschnitt des Lebenszyklus und Jahreszeit sehr unterschiedlich, weshalb Fanggewässer und jahreszeitlicher Wechsel genau beobachtet werden müssen. Entsprechend können diese Fische auch mit vielen verschiedenen Angeltechniken angegangen werden – eine Herausforderung für jeden Angler!

Forellenfischen auf Regenbogenforelle

Diese Forellenart ist besonders robust und fühlt sich in unterschiedlichen Gewässertypen wohl. Anders als viele andere Forellenarten überleben sie auch in trüberen, sauerstoffärmeren Gewässern. Ihre Färbung variiert von rotbraun bis gräulich, bläulich oder sogar grün, immer gesprenkelt mit kleinen dunklen Punkten. Von dieser außergewöhnlichen Färbung hat die Forelle übrigens auch ihren Namen. Ihr anderer Name, Lachsforelle, kommt daher, dass einige Regenbogenforellen als anadrome Wanderer leben, also ein ähnliches Wanderverhalten wie Lachse vom Meer in Flüsse zeigen, um zu laichen. Auf dem Speiseplan dieses räuberischen Fisches stehen vor allem Larven und Insekten, aber auch Frösche oder kleinere Fischarten. Während der Jagd bevorzugt die Regenbogenforelle sogenannte Freiwasserzonen, weshalb sie hier besonders gut zu angeln ist. Übrigens: Die Regenbogenforelle kommt nicht ursprünglich aus Deutschland, sondern aus Nordamerika, ist hier inzwischen aber heimisch.

Forellenfischen auf Bachforelle

Typisch für die Bachforelle sind die kleinen roten Punkte entlang der Rumpfseite auf weißem bis olivgrünem Untergrund. Bachforellen haben in der Regel eher kleine Schuppen und stehen größtenteils in schnell fließenden, kalten und/oder klaren Gewässern. Sie bevorzugen kieseligen Untergrund und sind durch ihre Scheu versteckbedürftig. Im Gegensatz zu anderen Forellenarten ist die Bachforelle standorttreu. Anzutreffen sind sie beim Forellenfischen zumeist an Uferüberhängen insbesondere in Bächen (wie der Name schon sagt). Eigentlich bevorzugt die Bachforelle den quellennahen, ersten Abschnitt eines Flusses. Da ihr aber auch Wassertemperaturen von bis zu 20°C nichts ausmachen, kann sie durchaus auch in weiter unten gelegenen Abschnitten gefangen werden. Sie ist ein äußerst beliebter Speisefisch.

Forellenfischen auf Seeforelle

Als Seeforelle bezeichnet man eine besonders großwüchsige Form der Forelle, die in sauerstoffreichen Seen des Alpen- und Voralpenlandes, inzwischen aber auch in Mitteldeutschland lebt. Der langgestreckte, 40 bis 80 cm lange Körper hat je nach Wohngewässer eine unterschiedliche Färbung – meist seitlich hell mit schwarz-braunen oder sogar rötlichen Punkten. Die Seeforelle ist ein Wanderfisch, der im Herbst und Winter zum Laichen in die Zuflüsse der Seen schwimmen. Ab einer gewissen Größe ernähren sich Seeforellen fast ausschließlich von kleineren Fischen, weshalb künstliche Fisch-Imitationen bei ihnen als Köder besonders gut funktionieren. In den Frühjahrs- und Frühsommermonaten lassen sie sich oft in Ufernähe überlisten, ziehen sich jedoch mit steigenden Temperaturen in tiefere Gewässer zurück. Deshalb muss es beim Angeln auf Seeforellen oft heißen: Raus in die Kälte, sobald die Schonzeit vorbei ist.

Forellenfischen Profi Tipps

Wie Christian schon im Video gut erklärt hat, stehen Forellen in Fließgewässern immer gegen die Strömung. Daher solltet Ihr euren Köder stets quer zur Strömung bewegen. Führt den Anschlag mäßig aus, da Forellen sich gerne schnell wieder vom Haken lösen, wenn ihr zu bestimmt vorgeht. Wir wünschen euch viel Erfolg beim Forellenfischen. Petri Heil!

Forellenfischen - Was sind eure Erfahrungen?
Wenn ihr selbst wertvolle Tipps und Tricks zum Forellenfischen habt oder den Austausch mit anderen Angelfreunden sucht, dann teilt eure Erfahrungen auf unseren Social Media Kanälen mit. Wir freuen uns auf eure Schnappschüsse und Erlebnisse.

Jürgen ist seit vielen Jahren passionierter Angler. Beim Angeln auf Forellen schwört er besonders auf orangefarbene Powerbait Eggs von Berkley, welche ihm halfen, die blaue Tupperbox bis zum Rand voll zu bekommen.
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